Dienstag, 15. Mai 2012

Best-of April/Mai

Hier wieder die Liste eurer beliebtesten Artikel meines Blogs.

Im April/Mai war der meistgelesene Artikel Gewinnspiel zum Welttag des Buches.

Des weiteren wurden auch folgende Artikel gern von euch besucht:

Schreibparade April 2012
Fortsetzungsgeschichte - Bauernhof
Das erste Buch
Buchschenker Buchpaket

Hier noch ein paar Artikel aus dem letzten Monat, die euch vielleicht noch interessieren könnten:

Neuer Blog
Interessante Bücherseiten
52 Bücher, Woche 24

Vielleicht ist ja für den ein oder anderen doch noch ein "Schmankerl" dabei, welches ihr nur noch nicht entdeckt habt.

Freitag, 11. Mai 2012

Fortsetzungsgeschichte - Spielsucht

Es ist Freitag und es gibt wieder eine neue Fortsetzungsgeschichte. Ich werde alle Fortsetzungsgeschichten auf der Seite "Geschichten" auflisten, dann könnt ihr sie einfacher wiederfinden und auch jederzeit noch etwas dazu schreiben! Nach Möglichkeit werde ich die Titel so neutral wie möglich halten, denn ich möchte damit keine allzu festgefahrene Richtung vorgeben. Ich hoffe, dass es mir gelingt und ihr so jede Freiheit haben werdet um den Geschichten die verschiedensten Perspektiven zu geben!
Ihr könnt die Geschichte soweit und so oft fortführen wie ihr mögt! Entweder ihr fügt hin und wieder nur ein paar Sätze hinzu oder auch ganze Absätze! Ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt!

Thema: Spielsucht

"Musst du denn in jeder freien Minute vor deiner Spielkonsole sitzen?" Gloria beschwerte sich nun schon zum dritten mal bei ihrem Freund darüber, dass er zu wenig Zeit für sie hatte. Ständig war er mit seinen blöden Spielen beschäftigt und vergaß darüber hinaus alles andere. Würde Gloria ihn nicht von Zeit zu Zeit daran erinnern, würde er wohl auch noch vergessen, zur Arbeit zu gehen.

Die Vampirhexe - Teil 74

Ein Heiratsantrag

"Hey ihr zwei! Wie war euer Picknick?" Lee und Sarah saßen als Einzige im Wohnzimmer, als wir nach Hause kamen.
"Ganz schön! Wir waren am Chamberlain See!"
"Und was habt ihr noch vor?", fragte Lee und schaute neugierig auf Marks Tasche.
"Mark bleibt heute Nach hier, wenn ihr nichts dagegen habt!" Es klang ein wenig schroff und bestimmend, aber falls die anderen auch zu Hause waren, wussten sie jetzt wenigstens was Sache ist.
Mark lächelte beschwichtigend und auch Sarah und Lee grinsten. Anscheinend fanden sie es ganz amüsant, dass zum ersten Mal ein Junge bei mir übernachtete. Doch Lee nahm es locker und unterhielt sich mit Mark während Sarah mich in die Küche schleifte.
"Haben wir euch bei irgendwas gestört?", fragte ich unschuldig.
"Nein, wieso?"
"Ach, nur so. Wo sind die anderen?"
"Unterwegs, glaube ich. Ihr habt anscheinend alles geklärt!?"
"Ja! Ich denke schon. Und was habt ihr gemacht?"
"Geredet und DVDs geschaut. Sag mal, ist es eigentlich schwierig, das Wetter zu beeinflussen?", fragte Sarah so beiläufig wie möglich.
"Mit Hilfe der Magie, meinst du?"
Sie nickte.
"Das ist nicht schwierig. Du brauchst nur ein paar Kerzen! Warum interessiert dich das plötzlich?"
"Naja," druckste sie herum. "Lee hat mich gefragt, ob ich ihn heirate!"
Ich grinste übers ganze Gesicht. Lee hatte mir davon ja schon erzählt, auch wenn das ein wenig unfreiwillig geschehen ist. "Und hast du ja gesagt?", fragte ich aufgeregt.
Ihre Augen leuchteten vor Freude und sie nickte schnell. "Ja! Und wir haben überlegt, Silvester zu heiraten, wenn Isabella nichts dagegen hat, weil es ja ihr Geburtstag ist!"
"Oh, Sarah, ich freu mich so für euch! Isabella hat bestimmt nichts dagegen!" Wir umarmten uns und freuten uns riesig über diese Neuigkeit.
"Und du findest das wirklich in Ordnung?"
"Natürlich! Warum denn nicht?"
"Naja, ich weiß ja ungefähr, wie du zu solchen Sachen stehst."
"Aber du bist meine beste Freundin und Lee ist schließlich mein Bruder! Ihr passt so gut zusammen! Seit er dich kennen gelernt hat, ist er viel glücklicher, Sarah! Als hätte er endlich gefunden, was ihm die ganzen Jahre fehlte."
Sarah bekam feuchte Augen und ich nahm sie erneut in den Arm. "Sag mal, habt ihr außer dem Datum schon irgendwas geplant?"
"Nein! Bis jetzt noch nicht! Ich dachte, wir könnten uns da irgendwie zusammen ein paar Gedanken drüber machen!"
"Dann sollten wir nicht mehr zu lange damit warten, wenn ihr wirklich schon Silvester heiraten wollt! Andererseits, so wie ich meine Geschwister kenne würden sie es wahrscheinlich auch innerhalb eines Monats schaffen eine Traumhochzeit auf die Beine zu stellen!" Wir gingen lachend wieder zurück ins Wohnzimmer wo Lee und Mark sich angeregt unterhielten. Ich setzte mich zwischen die beiden um Lee zu ärgern. "Und du hast dir Sorgen gemacht, wie du sie am besten Fragen sollst!" Ich boxte ihn freundlich mit meiner freien Hand in die Seite und er verwuschelte meine Haare. Meine andere Hand lag bei Mark, der sie die ganze Zeit zärtlich in seiner liegen ließ.
"Hab ich was verpasst?"
"Sarah und Lee wollen heiraten!", erklärte ich ihm.
"Oh! Herzlichen Glückwunsch!"
"Danke!", sagten die beiden wie aus einem Mund.
"Ihr gehört definitiv zusammen!" Wir scherzten noch eine Weile, bis Owen und Bree schließlich nach Hause kamen.
"Na ihr scheint euch ja prächtig zu amüsieren!", fiel Owen ein und setzte sich mit Bree zu uns.
"Ja! Und wir haben auch eine Überraschung für euch!", platzte Lee direkt heraus. "Sarah und ich wollen heiraten!"
"Oh das ist ja wunderbar! Ich freu mich ja so für euch!" Bree umarmte die beiden sofort stürmisch und auch Owen beglückwünschte sie, allerdings hielt er sich wie immer etwas zurück.
"Und was habt ihr noch vor?", fragte Owen schließlich mit einem schnellen Blick auf Marks Tasche.
"Mark übernachtet heute hier, wenn das in Ordnung ist."
"Natürlich!" Bree kriegte sich vor Freude gar nicht mehr ein. Ihre Augen glänzten vor Glück und wahrscheinlich dachte sie, dass nun endlich alles gut werden würde. Ich war mir da allerdings noch nicht so sicher.
Für mich war es schon eine große Sache, dass ein Mann wegen mir bei uns übernachtete. Wir hatten die Regeln zwar relativ klar definiert und ich hoffte, dass ich mir eigentlich keine Sorgen machen müsste, aber so ganz beruhigt konnte ich doch noch nicht sein. Plötzlich veränderte sich etwas. Ich spürte, dass Marks Gedanken abschweiften und sah ein deutliches Bild vor meinen Augen. Vorsichtig aber bestimmt zog ich meine Hand zurück. "Denk nicht einmal daran!"
"Hm?" Mark schien verwirrt, bis er verstand, dass ich in seine Gedanken sehen konnte. "Oh! Entschuldige! So war das gar nicht gemeint!"
"Schon okay! Gönn mir zwischendurch einfach nur auch ein wenig Ruhe, okay?" Ich ließ meine Hand auf meinem Schoss liegen um mich wieder konzentrieren zu können.
"Natürlich!"
Die anderen hatten von unserer Unterhaltung nichts mitbekommen. Zumindest taten sie so, aber ich war mir sicher, dass zumindest Lee Bescheid wusste. Aber warum auch nicht? Schließlich kannten sie mich und so lange ich mich beherrschen konnte, war alles in Ordnung.
Nach einer Weile redeten alle über Hochzeitsvorbereitungen und ich zog Mark hinter mir her in mein Zimmer. Ich hatte keine Lust mehr auf solche Unterhaltungen und dachte, dass ich lieber bei Gelegenheit alleine mit Sarah darüber sprechen könnte.
"Du kannst deine Tasche einfach da, neben dem Bett abstellen!"
"Und was machen wir jetzt?"
"Was möchtest du denn gerne machen?"
"Erzähl mir etwas über dich!"
"Aber du kennst mich doch!" Ich setzte mich im Schneidersitz auf mein Bett und lächelte ihn an. Doch bevor wir unser Gespräch vertiefen konnten klopfte es an der Tür und Lee, Sarah und Isabella kamen herein.
"Hey! Anscheinend haben wir jetzt fast zwei neue Ehepaare, wie?" Isabella sah uns schon alle verheiratet aber so weit war ich noch lange nicht.
"Ja ja, alles ist Friede, Freude, Eierkuchen! Könnte ich vielleicht ein wenig schlafen?" Ich hatte für heute wirklich genug von diesen Gesprächen und wollte jetzt endgültig nur noch meine Ruhe haben.
Sie schauten mich erschrocken an, aber Sarah und Isabella verließen den Raum und nahmen Mark mit. Es war sicherer, wenn er nicht bleiben würde. Nur Lee machte sich wohl wieder Sorgen und wollte mich noch nicht alleine lassen.
"Alles in Ordnung?"
"Ich weiß auch nicht. Mark wäre am liebsten die ganze Zeit bei mir, deshalb hab ich ihm gesagt, er könnte hier übernachten, so lange er sich an die Regeln hält. Ist wohl alles etwas viel im Moment."
"Kommst du damit klar oder soll ich lieber bei dir bleiben?"
"Warum beschäftigst du dich nicht mit Mark? Dann brauch ich mir um ihn keine Gedanken machen, heute Nacht!"
"Okay! Schlaf gut, Lilith!"
Sofort fielen mir die Augen zu. Eigentlich hatte ich vor noch eine Weile über die Ereignisse des Tages nach zu grübeln, aber da Lee mir ein wenig Ruhe verschafft hatte, fiel ich in einen wohltuenden Schlaf.

Donnerstag, 10. Mai 2012

"Biss zur Mittagsstunde" von Stephenie Meyer

Copyright 2006
ISBN: 978-3-551-58224-9 (Amazon)
558 Seiten

Das Buch
Verflucht", murmelte ich, als ich mir den Finger am Papier schnitt; ich zog es weg, um mir die Wunde anzusehen. Ein kleiner Blutstropfen quoll aus dem winzigen Schnitt. Dann ging alles ganz schnell.
Edward warf sich auf mich und schleuderte mich über den Tisch ... Neben dem Flügel stürzte ich zu Boden - die Arme instinktiv ausgestreckt, um mich abzufangen -, direkt in die spitzen Scherben hinein. Erst jetzt spürte ich den brennenden, stechenden Schmerz vom Handgelenk bis zur Armbeuge. Benommen schaute ich von dem hellroten Blut auf, das aus meinem Arm strömte - und traf auf die fiebrigen Blicke von sechs ausgehungerten Vampiren.

Der zweite Teil der Reihe ist mindestens genauso gut wie der Erste! Für mich gehören die Bücher sowieso einfach zusammen. Man hätte sie auch in einem einzigen Buch veröffentlichen können, nur wäre das wahrscheinlich viel zu umfangreich geworden.
Schade fand ich in diesem Teil nur, dass Edward und Jacob verfeindet sein müssen. Hoffentlich bleibt das nicht so. Für Bella wäre es doch so schön, wenn sie mit ihrem Liebsten und ihrem besten Freund zusammen sein könnte. Aber mal gucken, wie es weiter geht.
Durch Edwards "Flucht", ich finde, es war eine Flucht, so wie er Bella im Wald stehen gelassen hat, war mir Jacob irgendwie sympathischer. Wer wünscht sich nicht einen so guten Freund, der einem in jeder noch so schwierigen Situation unterstützend zur Seite steht!
Ich kann die Bücher immer wieder lesen! Und wie immer bin ich, trotzdem ich die Story schon kenne, gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht!

Mittwoch, 9. Mai 2012

52 Bücher, Woche 27

Thema: Nationalsozialismus

Dazu fällt mir irgendwie direkt das Buch "1984" von George Orwell ein. Hat vielleicht nicht direkt mit Nationalsozialismus zu tun, aber ich denke, der Staat, den Orwell in diesem Buch gebildet hat passt irgendwie auch zum Nationalsozialismus. "Big Brother im zweiten Weltkrieg", dachte ich öfter mal beim Lesen dieses Buches.

Das Buch (Amazon)
Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschreibt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschnede Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst. Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.

Die Vampirhexe - Teil 73

Marks Sorgen

Am nächsten Tag holte Mark mich zu unserem Picknick ab.
"Hallo meine Schöne!"
"Hallo Mark! Und wo wollen wir hin?"
Er hielt mir beim Einsteigen die Tür auf. "Lass dich überraschen!" Auf dem Rücksitz lag eine Decke und ein Picknickkorb. "Und wie war dein Wochenende bis jetzt?", fragte er neugierig.
"Ganz nett!"
"Was habt ihr gemacht?"
Ich musterte ihn genau bevor ich antwortete. "Wir waren Einkaufen, haben über Jungs geredet und gestern waren wir in Fort Fairfield!"
"Und habt ihr was schönes bekommen?"
"Neue Bücher!" Mittlerweile waren wir durch Castle Hill durchgefahren und fuhren weiter Richtung Westen. Ich fragte mich, wohin uns dieser Ausflug führen würde.
Doch nach einer Weile hielten wir an und fragend schaute ich zu Mark.
"Wir sind da!"
"Und wo genau sind wir?"
"Am Chamberlain See!" Wir waren an einem etwas ruhigeren Ort angekommen, wo nicht so viele Touristen und Wochenendausflügler waren. Wahrscheinlich war es für die uns bevorstehende Unterhaltung auch besser, wenn nicht so viele Ohren in der Nähe waren, die lauschen konnten.
"Es ist schön ruhig hier!" Wir breiteten die Decke in der Nähe vom See aus und machten es uns gemütlich. Keiner von uns wusste, wie er am besten das Gespräch beginnen konnte, welches unvermeidlich schien.
"Lily?", begann Mark schließlich. "Was ist letztes Wochenende passiert?"
Ich zögerte. Sollte ich ihm wirklich die Wahrheit sagen, oder war es besser für ihn, wenn ich mir irgendeine Geschichte ausdachte? "Ich glaube nicht, dass ich dir das erzählen sollte!"
"Lee sah ein wenig unglücklich aus Montag beim Essen und ich mache mir Sorgen um dich Lily!"
"Ach, Mark! Du weißt doch, dass ich ganz gut auf mich selbst aufpassen kann!"
"Ja! Aber ich weiß auch wie du und dein Bruder zueinander steht und ich denke mal, dass er so unglücklich war, weil irgendetwas passiert ist, denn Sarah schien auch ziemlich ahnungslos gewesen zu sein."
"Du bist sehr aufmerksam!"
"Und genau deswegen möchte ich wissen was los ist! Sarah, wenn du in Gefahr bist, ..."
"Nein! Daran darfst du nicht einmal denken! Das letzte Mal, als ich angeblich in Gefahr zu sein schien, bist du fast gestorben! Du kannst nicht immer versuchen, mich zu beschützen, das bringt dir nur Ärger ein, Mark!"
"Aber ich kann auch nicht immer einfach zu Hause sitzen ohne zu wissen, was los ist. Vor allem, wenn ich mir überlege, was alles passieren könnte! Was ist, wenn die Vampire, die euch in den Sommerferien aufgelauert haben, wieder auftauchen!" Ich verzog das Gesicht, was ihm anscheinend nicht entgangen war. "Sie waren schon wieder da, stimmts?"
Ich senkte den Blick zu Boden. Ich musste es ihm erklären, ansonsten würde er mir wahrscheinlich nie wieder vertrauen. "Ja! Sie waren letztes Wochenende bei uns. Aber es ist nichts passiert! Wir haben mit ihnen geredet und letztendlich sind sie wieder verschwunden!" Er brauchte ja nicht die ganze Wahrheit erfahren. Nur so viel, dass er mir vertrauen würde.
Aber trotzdem schaute er sehr besorgt drein. "Warum hast du nichts gesagt?"
"Weil ich dich nicht beunruhigen wollte. Ich habe doch gesagt, es ist nichts weiter passiert!"
Er seufzte. "Versteh doch, Lily! Ich mache mir große Sorgen, wenn ich nicht bei dir sein kann! Wenn es sein muss, würde ich mich sogar von deinen Geschwister versklaven lassen, wenn ich nur in deiner Nähe wäre!"
Ich musste schmunzeln. "Das würden sie nie tun, Mark! Diesen Plan kannst du dir also gleich wieder aus dem Kopf schlagen!"
"Dann sag mir, wie wir zusammen sein können! Ich ertrage es nicht zu wissen, dass du jeden Moment sterben könntest, nur weil ich dich nicht beschützen kann auch wenn ich dabei vielleicht drauf gehe."
"Oh Mark! Sag sowas nicht! Du übertreibst! Ich werde nicht sterben! Und selbst wenn eine Gefahr für mich besteht, sie wäre für dich noch viel größer, wenn du an meiner Seite bist!"
"Dieses Risiko muss ich eingehen! Bitte versteh mich doch! Ich kann nicht mehr ohne dich sein und wenn das für mich bedeutet, im Kampf zu sterben um dich zu schützen, dann soll es so sein."
"Du dramatisierst!"
"Entschuldige! Ist die Gefahr denn vorüber?"
Seufzend antwortete ich. Schließlich konnte ich ihn nicht länger anlügen. Er würde es sowieso merken. "Die Vampire, die letztes Wochenende bei uns waren, sind tot!" Ich beobachtete ihn genau als ich weitersprach. "Aber es besteht die Möglichkeit, dass andere kommen!"
"Was wollten sie von euch?"
"Mein Buch!"
"Was für ein Buch?"
"Mein Buch der Schatten! Jede Hexe besitzt so eines und in meinem stand einmal etwas drin, was die Vampire verlangt haben."
"Warum hast du es ihnen nicht gegeben? Vielleicht wären sie dann einfach wieder gegangen und ihr hättet nicht kämpfen brauchen."
Wie konnte ich ihm nur begreiflich machen, dass es auch für mich manchmal wichtiger ist zu kämpfen, als den Dingen ihren Lauf zu lassen? "Mark! Ich bin eine geborene Hexe! Ich kann genauso wenig mein Buch aufgeben wie ich einfach unsere Feiertage ignorieren kann!"
"Aber warum? Warum hängst du so sehr daran? Mehr als an deinem Leben anscheinend!"
"Nein, Mark! Das ist mein Leben! Wäre ich keine Hexe, hätten wir uns wahrscheinlich nie kennen gelernt! Ich wäre nicht unsterblich geworden und wäre schon lange tot! Mein Leben ist die Hexerei und wenn du das nicht verstehen kannst, dann sollten wir besser getrennte Wege gehen. Denn ohne die Magie, kannst du nicht mit mir zusammen sein!"
"Nein, Lily!" Er nahm meine Hand. "Es tut mir leid! Ich versuche nur zu verstehen, warum das alles so ist! Ich verstehe mich ja selbst nicht mehr. Keine ahnung, warum ich mir ständig Sorgen um dich mache und am liebsten jede Sekunde in deiner Nähe wäre. Das einzige, was ich hundertprozentig weiß, ist, dass ich dich nicht verlieren darf! Bitte Lily, du darfst mich nicht verlassen!"
"Mark! Ich will dich doch gar nicht verlassen!" Habe ich das wirklich gerade gesagt? Aber es stimmte, ich wollte ihn nicht verlassen. Er schien mittlerweile zu meinem Leben zu gehören, auch wenn es noch immer Schwierigkeiten gab, die wir überwinden mussten. "Aber es ist auch für mich nicht einfach, weißt du! Bis jetzt habe ich Männer nie als vollwertige Lebewesen gesehen! Sie waren zwar da, aber die meisten hatten es nicht verdient zu Leben, in meinen Augen. Nur mit dir ist es etwas ganz anderes. Du bist mein persönlicher Engel und egal was du tust, ich hatte noch nie das Bedürfnis, dich umzubringen. Das war mir von Anfang an ein Rätsel aber mittlerweile bin ich froh darüber, dass es so ist! Verstehst du?"
Er nickte nur. "Und du musst auch verstehen, dass du jetzt genauso zu meinem Leben gehörst wie die Hexerei und der Rest meiner Familie. Du bist für mich genauso wichtig wie die Feiertage, die ich begehen muss oder auch Lee! Auch wenn zwischen uns noch nicht alles so leicht ist und du mich nicht einfach so berühren kannst, wie Lee es tut." Beschämt schaute er zu Boden. "Ich weiß, dass du ein wenig eifersüchtig auf ihn bist, vor allem auf die Art und Weise wie er mich begrüßt und das obwohl er eine Freundin hat."
Plötzlich hob Mark den Kopf und schaute mich verlegen an. "Woher weißt du das?"
"Du hälst meine Hand und ich sehe unter anderem deine Gefühle deutlich vor mir!"
"Entschuldige!"
"Das ist schon in Ordnung! Mit der Zeit wird es für uns leichter! Aber Lee ist mein Bruder, wir haben das gleiche Blut, daher habe ich kein Verlangen danach, wenn er mich berührt."
"Und wenn ich dich berühre, so wie jetzt, meine ich?"
"Das ist okay! Ich spüre keinen Durst in deiner Gegenwart, aber für mich sind diese Dinge ziemlich neu! Lass uns das ganze langsam angehen, wie bisher, dann wird sich schon alles zurecht laufen, denke ich. Immerhin haben wir alle Zeit der Welt!"
"Das hoffe ich! Aber was ist, wenn wieder irgendjemand hinter deinem Buch her ist?"
"Dann werde ich ihn wahrscheinlich töten! Aber mach dir darüber keine Gedanken! Meine Familie ist ja auch noch da!"
Wir schwiegen eine Weile und ich hoffte, dass er mich verstehen würde. Ich schaute über den Fluss und genoss die Natur als Mark plötzlich fortfuhr. "Lily?"
"Ja?"
"Ich verstehe, dass wir nicht so zusammen sein können, wie es für normale Paare üblich ist! Aber bitte, lass mich in deiner Nähe sein! Ich verspreche dir auch, dass ich deinen Freiraum respektieren werde und dir nur so nahe kommen werde, wie du es zulässt. Aber ich bin einfach beruhigter, wenn ich weiß, dass es dir gut geht!"
Mit leicht zusammengekniffenen Augen musterte ich ihn. "Aber wir sind doch jetzt hier!"
"Aber wenn wir uns auf den Heimweg machen, bringe ich dich wieder nach Castle Hill und fahre dann nach Hause!"
Ich wusste, was er meinte und dachte kurz darüber nach. "Dann bleib! Bleib bei uns, wenn du vor den anderen keine Angst hast und morgen früh fahren wir gemeinsam zur Schule! Doch denk immer an die Regeln, sonst laufen wir beide ins Verderben!"
Seine Augen leuchteten vor Glück, doch er schien noch ein wenig verunsichert zu sein. "Welche Regeln?"
"Mein Freiraum! Du kannst in meiner Nähe bleiben, aber geh nicht zu weit! Auch wenn dein Geruch mir kein Brennen in die Kehle treibt, können wir es jetzt zum Beispiel nicht riskieren, im gleichen Bett zu schlafen!"
"Versprochen!" Mark schien überglücklich zu sein und ich wusste, so lange meine Familie da war, würde keine Gefahr bestehen. Lee passte manchmal wie eine Glucke auf mich auf. Andererseits wäre es wahrscheinlich auch möglich, ganz mit ihm alleine zu sein, wenn er sich an die Regeln hielte. Und ich war mir sicher, das würde er tun, denn dazu liebte er mich viel zu sehr.
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg und fuhren kurz bei Mark vorbei, damit er ein paar Sachen holen konnte.

Dienstag, 8. Mai 2012

Ergebnis Schreibparade April

Bei der Abstimmung für April gab es ein Unentschieden zwischen Sandra's Beitrag Kneipentalk und Tanu's Beitrag Eine milde Strafe!

Herzlichen Glückwunsch euch beiden!